FRANKFURT (dpa-AFX) - Immobilien- und Bankenwerte haben am Donnerstag im Zuge der Zoll-Unsicherheiten an den Finanzmärkten in unterschiedliche Richtung ausgeschlagen. Im Immobilienbereich gab es deutliche Kursgewinne, während die Aktien von Banken massiv unter den Marktentwicklungen infolge der Vorsrtellug des US-Zollpakets litten. Die Kursbewegungen spiegelte die Entwicklung der Anleihezinsen wider.
Für die Titel der Deutschen Bank zum Beispiel ging es im Dax um 4,4 Prozent abwärts auf ein Tief seit Mitte März, während jene der Commerzbank um sechs Prozent absackten.
Dagegen zogen die Titel von Vonovia im deutschen Leitindex an der Spitze um 4,2 Prozent an. Sie schafften es erstmals seit Anfang März wieder über die 21-Tage-Linie, die ein beliebter Chartindikator für den kurzfristigen Trend ist. Aus dem MDax gewannen TAG Immobilien , Aroundtown und Deutsche Wohnen auch bis zu 4,7 Prozent an Wert.
Risikoscheu trieb Anleger in deutsche Staatsanleihen und so sanken bei steigendem Bund-Future die gegenläufigen Marktzinsen. Dies ist tendenziell vorteilhaft angesehen für die kapitalintensiven Immobilienunternehmer, aber eher schlecht für die Zinseinkünfte der Banken. Zudem könnte wie Wirtschaftsschwäche infolge eines Handelskrieges mit den USA zu steigenden Kreditausfällen führen./tih/mis
Quelle: dpa-Afx