NEW YORK (dpa-AFX) - Angesichts des vom US-Präsidenten ausgelösten Handelskriegs werden die US-Börsen am Donnerstag wohl auf Talfahrt gehen. "Die geplanten Maßnahmen übertreffen die schlimmsten Befürchtungen", kommentierte Chef-Volkswirt Thomas Gitzel von der Liechtensteiner VP Bank die Beschlüsse von Donald Trump. Da sowohl die Europäische Union als auch China bereits Gegenmaßnahmen angekündigt hätten, sei der globale Handelskrieg nun "in vollem Gange".
Anleger weltweit befürchten, dass die Weltwirtschaft schweren Schaden nehmen könnte - und auch die USA selbst, da Inflationsraten steigen dürften, weil viele Konsumgüter durch die Zölle teurer werden. "Damit kommt es zu einem schwierigen Spagat für die US-Notenbank", erklärt Gitzel. Auf der einen Seite dürften die Inflationsraten durch die Zölle steigen, auf der anderen Seite drohe die US-Wirtschaft selbst unter der Zolllast merklich abzukühlen. Zudem herrscht große Verunsicherung, da Trumps Politik die Märkte volatiler macht, also häufige und oft auch heftige Schwankungen am Aktien-, aber auch am Anleihe-, Rohstoff- und Devisenmarkt auslöst.
Die aktuellen Wirtschaftsdaten dürften vor diesem Hintergrund wenig Beachtung finden, zumal der monatliche Arbeitsmarktbericht als einer der konjunkturellen Höhepunkte der Woche erst am Freitag veröffentlicht wird.
Rund eine Stunde vor Handelsbeginn taxiert der Broker IG den Leitindex Dow Jones Industrial
Der marktbreite und viel beachtete S&P 500
Den UBS-Analysten des Global-Strategy-Teams um Bhanu Baweja zufolge könnte das reale Bruttoinlandsprodukt der USA in diesem Jahr um 1,5 bis 2 Prozentpunkte sinken, während die Inflation auf fast 5 Prozent steigen könnte, falls die Zölle nicht bald zurückgenommen werden.
Unter den "Glorreichen Sieben", den sieben größten und bedeutendsten Tech-Unternehmen, gab es vorbörslich nur Verlierer. Am stärksten ging es für Apple
Alphabet
Allgemein verloren Chiphersteller wie auch Intel
Ebenfalls betroffen sind Konsumgüterhersteller, Bekleidungshersteller wie Nike
RH
Quelle: dpa-Afx