FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Montag zugelegt. Im Mittagshandel kostete die Gemeinschaftswährung 1,1724 US-Dollar. In der Nacht hatte sie noch unter 1,17 Dollar notiert. Vor dem Wochenende war der Euro mit 1,1664 Dollar auf den tiefsten Stand seit etwa neun Monaten gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,1671 Dollar festgesetzt.

Die insgesamt freundliche Stimmung an den europäischen Aktienmärkten stützte den Euro. Die im August etwas eingetrübte Unternehmensstimmung in der Eurozone belastete nicht. Schließlich lag der von Markit erhobenen Einkaufsmanagerindex für die Gesamtwirtschaft im Rahmen der Erwartungen und befindet sich weiterhin auf einem hohen Niveau. "Der Wirtschaftsaufschwung der Eurozone hat im August seine beeindruckende Dynamik beibehalten", erklärte Markit-Chefökonom Chris Williamson.

In den USA werden ebenfalls die Markit-Indikatoren erwartet, die die Märkte in der Regel jedoch wesentlich weniger bewegen als die europäischen Zahlen. In Übersee stehen eher die Kennzahlen des Instituts ISM im Vordergrund. Diese werden jedoch etwas später im Berichtsmonat veröffentlicht.

Der Druck auf den Euro dürfte aber trotz der Erholung am Montag tendenziell anhalten. So droht die Delta-Variante des Coronavirus nach Einschätzung der Commerzbank-Analysten zunehmend auf die konjunkturelle Entwicklung durchzuschlagen. Die Weltleitwährung US-Dollar dürfte daher gefragt bleiben. Zudem wird erwartet, dass die US-Notenbank Fed bald klarere Signale für einen Ausstieg aus ihrer lockeren Geldpolitik gibt./jsl/bgf/jha

Quelle: dpa-Afx