Vor den anstehenden Quartalszahlen der Allianz und BASF werden Anleger zunehmend nervös. Sollte man jetzt besser die Aktien verkaufen? 

Seit dem schönen Zwischenhoch der BASF-Aktie im April diesen Jahres bei rund 55 Euro ist die Aktie um 20 Prozent auf 44 Euro korrigiert. Ende dieser Woche stehen am 26. Juli die Quartalszahlen bei BASF an. Und Anlegern schwant wieder Böses. Denn zwar schien sich die Lage bei BASF zuletzt etwas zu entspannen - der jüngste Abverkauf deutet aber nicht unbedingt daraufhin. 

Zudem erwarten Analysten beim Umsatz im zweiten Quartal einen Rückgang um 3,4 Prozent auf 16,72 Milliarden Euro. Durch Einsparungen soll der Bruttogewinn aber ungefähr gleich wie im Vorjahreszeitraum sein bei etwa 4,138 Milliarden Euro. Was für Anleger aber noch wichtiger ist und eigentlich eine gute Nachricht scheint: Der Gewinn je Aktie bei der BASF-Aktie soll um 46,8 Prozent auf 0,83 Euro steigen. 

Warum tut sich die BASF-Aktie dann so schwer? Grundsätzlich ist das Geschäft zyklisch und energieintensiv. Zudem ist BASF seit geraumer Zeit dabei, sich umzustrukturieren und Kosten zu sparen. Scheinbar warten Anleger hier auf eindeutige Signale. Der Chart sieht sehr schlecht aus und lädt nicht zum Investment ein. Zwar könnte sich aktuell ein zaghafter Boden bilden, doch es gab ein Todeskreuz und Anleger warten jetzt besser erstmal die Quartalszahlen und das Überwinden der 50-Tage-Linie (blau) ab. 

Einen Hoffnungsschimmer gibt es allerdings. Denn die Privatbank Berenberg belässt das Kursziel in einer brandneuen Studie bei 54 Euro und rät zum Kauf. Für die Analysten ist vor allem ein potenzieller Verkauf oder eine Ausgliederung der Sparte Coatings bei BASF spannend. Schätzungen ergeben, dass der Bereich rund 7 Milliarden Euro wert sein kann und damit mehr Wert für Aktionäre entsteht. 

Doch wie sieht es jetzt bei der Allianz aus?

BASF (WKN: BASF11)

Allianz-Aktie vor wichtigen Quartalszahlen: Das sollten Anleger jetzt tun

Diese Aktie kennt eigentlich keine Schwäche: Die Allianz zuckelt zwar aktuell etwas unentschlossen um ihre 50-Tage-Linie, doch spätestens die Quartalszahlen am 8. August könnten neue positive Impulse liefern. Denn laut Schätzungen der Analysten soll der Umsatz im zweiten Quartal um 32 Prozent auf 18,67 Milliarden Euro gewachsen sein. Und der Gewinn je Aktie soll bei der Allianz um 14,6 Prozent auf 5,90 Euro je Aktie im zweiten Quartal angestiegen sein. Alles sehr solide Zahlen. 

Zudem bekräftigt Analyst Michael Huttner von der Privatbank Berenberg in einer neuen Branchenstudie das Kursziel der Allianz von 309 Euro. Für ihn ist wichtig, dass die Rahmenbedingungen für europäische Versicherer aktuell gut seien und dass die Schadenserwartungen für Naturkatastrophen am Markt zuletzt gesunken seien. Da die Zinsen weiter steigen würden, würden auch Versicherer davon profitieren. Für Huttner und Berenberg ist die Allianz-Aktie dabei der Top-Pick. Das Unternehmen sei der größte Nichtlebensversicherer in Europa mit den höchsten Skaleneffekten.

So können Anleger bei der Allianz-Aktie auf jeden Fall weiter zugreifen. Sollte das Papier Richtung 200-Tage-Linie rutschen würden sich gute Einstiegsgelegenheiten bieten. Langfristig bleibt die Allianz eine der besten deutschen Aktien. 

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Allianz (WKN: 840400)

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Allianz, BASF.