Wie erwartet holt China zum Zoll-Gegenschlag aus: Die Regierung in Peking erhebt Zölle von 34 Prozent auf US-Waren. Doch neben den US-Aktien brechen jetzt auch deutsche Aktien ein. Was ist nun zu tun?
Ab dem 10. April gelten Importzölle in Höhe 34 Prozent auf sämtliche US-Waren, wie das chinesische Finanzministerium am Freitag mitteilte. Zudem fordern die Chinesen die USA dazu auf, die Zölle wieder zu streichen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Ratsam wäre es, denn während die US-Futures wieder tiefrot eröffnen dürften, sacken jetzt auch deutsche Aktien heftig ab. Welche Aktien Anleger jetzt absichern sollten und bei welchen sich ein Kauf jetzt lohnen kann:
Wegen Zollhammer: DAX-Aktien sacken ab
Während die DAX-Aktien natürlich auch vorher schon etwas in Mitleidenschaft gezogen wurden, so war es noch kein Crash bei deutschen Aktien. Doch das ist es jetzt: Denn der DAX sackte nach der Meldung der Chinesen um rund 6 Prozent ab.
Die größten Verlierer sind die Deutsche Bank (-11 Prozent), MTU Aero Engines (-10 Prozent), Infineon (-10 Prozent), Siemens Energy (-9 Prozent) und Daimler Truck (-7 Prozent).
Einzig die Aktien von Symrise (+2,5 Prozent), Vonovia (+2,4 Prozent) und Beiersdorf (+1,3 Prozent) können sich im Plus halten.
Anleger sind jetzt gut beraten, ihre riskanten Positionen etwas abzubauen und Cash vorzuhalten. Sichere Aktien und solche, die krisenresistent sein können, bieten sich jetzt in kleinem Umfang zum Kauf an. Man muss jetzt nicht in Panik alles verkaufen, denn die Nachrichten können schnell auch wieder in die anderen Richtung ausschlagen. Doch man sollte nun nicht mit beiden Händen ins fallende Messer greifen. Die Devise lautet jetzt, Risiken senken, Cash aufbauen und dann auf gute Wiedereinstiege setzen.
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Auch Rohstoffe betroffen
China hat neben der Einführung von Vergeltungszöllen in Höhe von 34 Prozent auch elf US-Konzerne auf seine Liste der „unzuverlässigen Unternehmen“ gesetzt. Laut der chinesischen Regierung verstoßen diese Firmen gegen Marktregeln oder Vertragspflichten. Zudem wurden 16 US-Unternehmen auf die Ausfuhrkontrollliste aufgenommen. Peking kündigte außerdem an, Exportkontrollen für sieben mit Seltenen Erden verwandte Materialien – darunter Samarium, Gadolinium und Terbium – einzuführen. Dabei sind die Seltenen Erden jetzt das heiße Thema schlechthin. Lesen Sie dazu auch den brandneuen Aktienreport "Trumps Seltene-Erden-Doktrin - Codename W47" von unserem Aktien-Spezialisten Golo T. Kirchhoff.
