Der Ausbau erneuerbarer Energien und neue, intelligente Netze sichern der Branche der Kabelhersteller auf Jahre hinaus Wachstum, die Aktien sind jetzt günstig zu haben.

Es ist ein Projekt der Superlative: Seit Ende Januar ragen 83 Windkraftanlagen mit Rotorblättern von 200 Metern Spannweite in den Himmel über der Nordsee, rund 70 Kilometer vor der Küste bei Norddeich. Der Windpark, der vom dänischen Orsted-Konzern errichtet wurde, ist der größte in Deutschland. Die Generatoren stammen von Siemens Energy, und der Aufbau der Anlagen auf hoher See war in nur 18 Monaten abgeschlossen. „Borkum Riffgrund 3“ könnte unter idealen Bedingungen 913 Megawatt erzeugen – genug, um 900.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Doch dazu kommt es nicht, denn ein entscheidender Teil des Projekts fehlt: die Anbindung ans Stromnetz auf dem Festland. Das Kabel wird erst Ende 2025 verlegt, bis dahin drehen sich die Rotoren ohne Nutzen.

„Borkum Riffgrund 3“ ist ein Beispiel dafür, wie die groß angekündigte Energiewende noch ins Stocken gerät. Ohne die nötigen Stromleitungen kann der Ausstieg aus fossilen Energien nicht gelingen. Der italienische Kabelhersteller Prysmian liefert die insgesamt 130 Kilometer lange Gleichstromverbindung, die in Emden ans Netz geht. Zudem installiert Prysmian im Auftrag des niederländischen Netzbetreibers Tennet eine neue Technologie, die erhebliche Kostensenkungen verspricht.

Bevor jedoch die Betreiber von Übertragungsnetzen Gewinne erzielen können, müssen sie hohe Investitionen tätigen. Laut einer Studie der Universität Mannheim sind bis 2037 jährlich im Schnitt 19,8 Milliarden Euro für Investitionen in das Übertragungsnetz erforderlich, danach bis 2045 rund 5,4 Milliarden Euro pro Jahr. Diese Zahlen beziehen sich nur auf Deutschland. In den USA, wo Präsident Donald Trump den Neubau von Windparks an Land und auf See stoppen möchte, müssen ebenfalls Milliarden Dollar in den Anschluss bereits geplanter Anlagen investiert werden. Für Kabelhersteller wie Prysmian sind das goldene Zeiten.

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Foto: Börsenmedien AG

Die Aktienkurse der Branche spiegeln die stabile Konjunktur der kommenden Jahre jedoch noch nicht wider. Im Gegenteil: Nach mehreren Jahren des Aufschwungs sind die Bewertungen der großen Kabelproduzenten in den letzten sechs Monaten teilweise um fast ein Drittel gefallen. Für Anleger bedeutet dies eine gute Gelegenheit, da die Kabelhersteller weiterhin auf Wachstumskurs sind.

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