Die Serie neuer Rekordstände fand gestern beim DAX® mit 11.465 Punkten eine nahtlose Fortsetzung. Allerdings blieben danach Anschlusskäufe aus, so dass das Aktienbarometer die zwischenzeitlichen Kursgewinne nicht über die Ziellinie retten konnte. Vielmehr dokumentiert der jüngste Schlusskurs - auf Tagestief - sowie das jüngste "bearish engulfing", dass die deutschen Standardwerte der heißgelaufenen Indikatorenkonstellation inzwischen doch Tribut zollen müssen. Exemplarisch möchten wir an dieser Stelle den RSI ins Feld führen, der in allen von uns betrachteten Zeitebenen (Tag, Woche, Monat) in seiner oberen Extremzone notierte, ehe gestern das erste Verkaufssignal im Tagesbereich folgte. Vor diesem Hintergrund würde dem DAX® eine temporäre Verschnaufpause durchaus gut tun. Ein unmittelbares Ausloten der Parallelen (akt. bei 11.576 Punkten) zum steilen Aufwärtstrend seit Mitte Oktober 2014 gestaltet sich deshalb zusehends schwierig. Vielmehr sollten Anleger kurzfristig die Unterstützungen in Form eines Fibonacci-Levels (11.099 Punkte) sowie der alten Verlaufshochs vom Februar bei 11.014/10.985 Punkten im Auge behalten. |