Die US-Zöllen von Donald Trump wirbeln nicht nur die Weltwirtschaft, sondern ebenfalls die Pharma-Branche auf. Für ein Comeback der Novo Nordisk-Aktie ist aber ein anderer Punkt entscheidend.

Die neuen US-Strafzölle von US-Präsident Donald Trump bestimmen die Schlagzeilen und haben auch weitreichende Auswirkungen auf Teile der Pharma-Branche. Für Novo Nordisk, das bis vor Kurzem noch das wertvollste Unternehmen aus Europa an der Börse, kommt der Handelsstreit zur Unzeit, denn der Titel hat ohnehin mit einer Kursschwäche zu kämpfen. Ein Comeback der Aktie hängt aber nicht nur allein von der Entwicklung der Zölle ab.

Novo Nordisk (WKN: A3EU6F)

Abnehmmedikamente weiter im Zentrum der Kursfantasien

Was Novo Nordisk zuletzt große Probleme machte, waren enttäuschende Studienergebnisse zum Mittel „CagriSema“, das zur nächsten Generation der Medikamente zur Gewichtsreduktion zählt. Leider wirkt die Behandlung den Resultaten zufolge aber nur minimal besser als bisherige Produkte von Konkurrenten wie Eli Lilly

Die Entwicklung der sogenannten GLP-1-Medikamente entscheidet also weiterhin zu einem großen Teil über die weitere Kursentwicklung der Novo Nordisk-Aktie. Die mittelfristigen Prognosen der Experten gehen dabei auseinander.

Novo Nordisk-Analysen: Zwischen Aufbruchsstimmung und Vorsicht

Kaufen würden die Novo Nordisk-Aktie weiterhin die Experten von Goldman Sachs, die mittelfristig ein Kursziel von 822 Dänischen Kronen für möglich halten. In den USA sei die Dynamik bei den Verschreibungstrends bei Abnehmpräparaten zuletzt zwar schwach geblieben, langfristig soll aber noch Aufwärtspotenzial vorhanden sein, das der Markt noch nicht komplett eingepreist habe. 

Die Experten von Bernstein Research sind mit ihrer „Market-Perform“-Bewertung zwar etwas vorsichtiger unterwegs, heben aber positiv hervor, dass die Medikamente von Novo nicht von den Zöllen betroffen seien. Jefferies rechnet dagegen beim Umsatz und operativen Ergebnis mit Abweichungen nach unten im kommenden Quartalsbericht und hält eine Korrektur der Jahresziele für möglich. Nach wie vor gilt also für Novo Nordisk: Die Medikamenten-Pipeline muss überzeugen. Anleger bleiben vorsichtig, aber dabei.

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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Novo Nordisk.