Wann könnte der berühmte "Fed-Put" die Märkte retten? Greifen die Notenbanken beim Zoll-Crash ein oder sollten Anleger alle Aktien verkaufen?

Die Börsen brechen weiter ein. Zunächst begann der Crash wegen der Zoll-Ankündigungen der USA. Dann konterten die Chinesen ihrerseits mit Zöllen. Lesen Sie hier alles Wichtige dazu: Deutsche Aktien: Brutaler Crash wegen China-Gegenschlag: Was ist jetzt zu tun?

Doch nun könnte es doch noch Hoffnung für Aktien-Anleger an der Börse geben. Denn der berühmte Fed-Put könnte kommen:

Was ist ein Fed-Put?

Der Begriff "Fed-Put" bezieht sich auf die Erwartung, dass die US-Notenbank (Fed) in Krisenzeiten eingreift, um die Finanzmärkte zu stabilisieren, etwa durch Zinssenkungen oder Anleihekaufprogramme. Der Begriff leitet sich von der Put-Option im Optionshandel ab, die eine Absicherung gegen fallende Märkte darstellt. Anleger gehen davon aus, dass die Fed bei starken Marktrückgängen eingreift, um den Kursverfall zu bremsen. Historisch gab es mehrere Beispiele für den Fed-Put, wie etwa nach dem Schwarzen Montag 1987 oder während der Finanzkrise 2008, als die Fed mit aggressiven Maßnahmen reagierte. Auch während des COVID-Crashes 2020 griff die Fed schnell ein, um die Märkte zu stützen. Diese Erwartungen haben zu einem Moral Hazard geführt, bei dem Investoren riskantere Entscheidungen treffen, weil sie auf eine Rettung durch die Fed hoffen. Kritiker werfen der Fed vor, dass eine solche Politik zu Blasenbildungen auf den Finanzmärkten führt und die Vermögenspreise künstlich in die Höhe treibt. Gleichzeitig kann eine zu lockere Geldpolitik langfristig Inflation anheizen. Der Fed-Put hat oft dazu beigetragen, die Märkte zu stabilisieren, birgt jedoch auch die Gefahr von Verzerrungen im Finanzsystem. Obwohl die Fed in der Vergangenheit häufig eingegriffen hat, ist ihre Reaktion in zukünftigen Krisen nicht garantiert.

Wann könnten die Notenbanken bei Aktien an der Börse eingreifen?

Dazu sagt BÖRSE ONLINE-Experte und Autor des beliebten Börsendienstes "Das Kirchhoff-System" Golo T. Kirchhoff: "Wenn der Abverkauf jetzt weitergeht und die Nasdaq auf unter 17.400. Punkte fällt, dann wird der Handel mutmaßlich ausgesetzt.  Denn dann müssen die Verantwortlichen den Handel stoppen und dann wird es einen Emergency-Plan seitens der US-Notenbank FED geben. Und sie könnte bei spätestens 16.000 Punkten im Nasdaq der Fall sein." 

Und Golo T. Kirchhoff redet nicht nur schlau daher. Denn seit dem 20. Februar hat Kirchhoff den Abonnenten seines Kirchhoff-Systems mitgeteilt, dass er aus dem Markt ausgestiegen ist und einen Crash erwartet. 

Insofern dürfen Anleger durchaus auf einen Fed-Put und einen Turnaround an den Börsen hoffen. Doch noch ist es nicht soweit und Anleger sollten eine Cash-Position aufbauen und teils am Seitenrand warten. In Panik verkaufen brauchen Anleger aber auch nicht. 

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