Für deutsche Anleger und Sparer gibt es eine regelrechte Schocknachricht aus den Koalitionsverhandlungen von SPD und CDU. Das will die SPD und das bedeutet es für Ihr Geld. von Klaus Madzia und Johann Werther
CDU und SPD befinden sich aktuell in Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer neuen Regierung. Nun sind Details aus Berlin durchgesickert, die Anlegern und Steuerzahlern nicht gefallen dürften.
Steuerschock in Deutschland
Denn die SPD fordert, mehreren Medienberichten wie Bild und WELT zufolge, eine massive Anhebung der Steuersätze in Deutschland. Konkret soll der Spitzensteuersatz von 42 Prozent auf 47 Prozent steigen, wenngleich dieser erst ab 83.000 Euro Verdienst pro Jahr (bisher 66.800 Euro) gelten soll. Die Reichensteuer (ab 278.000 Euro) soll zudem von 45 Prozent auf 49 Prozent steigen.
Doch nicht nur den Leistungsträgern in Deutschland, auch den Aktionären soll es an den Kragen gehen. So fordert die SPD erneut die Einführung einer Finanztransaktionssteuer sowie die Anhebung der Abgeltungssteuer auf Zinsen und Dividenden von 25 Prozent auf 30 Prozent (plus Soli).
Außerdem sollen vermögende Menschen durch eine Vermögenssteuer zusätzlich belastet und Immobilienbesitzer ebenfalls der Kasse gebeten werden, selbst nach dem Ende der Spekulationsfrist bei nicht selbst genutzten Objekten.
Kommt bald eine Steuer-Welle auf Aktionäre und Steuerzahler zu?
Damit droht unter dem Strich eine Steuer-Welle in Deutschland auf Aktionäre und Steuerzahler zuzurollen, wobei die Belastungen massiv sein dürften. Zwar sind dies nur Forderungen innerhalb einer Verhandlung, doch ob die CDU alle diese Vorschläge der SPD abschmettern kann, ist fraglich – Berichten zufolge wird das Thema Steuern aktuell besonders hartnäckig verhandelt.
Dazu ein Kommentar von Klaus Madzia, Niederlassungsleiter der Börsenmedien AG in München:

Fazit
Mein Aufreger heute: Die geplante Steuererhöhung der SPD auf Kapitalerträge wie Zinsen und Aktien ist ein fataler Angriff auf die finanzielle Zukunft der jungen Generation. Während herkömmliche Altersvorsorgeprodukte wie Lebensversicherungen längst an Attraktivität verloren haben, setzen immer mehr junge Menschen auf Aktien und ETFs als langfristige Absicherung für das Alter. Diese Anlageformen bieten langfristig nicht nur attraktive Renditen, sondern sind auch eine der wenigen Möglichkeiten, dem demografischen Druck auf das Rentensystem zu entkommen.
Die Abschaffung der Abgeltungssteuer und die Belastung von Kapitalerträgen nach dem Einkommensteuertarif treffen jedoch genau diese Generation, die sich eigenverantwortlich um ihre Altersvorsorge kümmert. Statt Eigeninitiative zu fördern, bestraft die SPD diejenigen, die in ihre Zukunft investieren. Das ist nicht nur wirtschaftlich kurzsichtig, sondern auch sozial ungerecht. Junge Anleger brauchen Unterstützung, nicht zusätzliche Hürden!
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